Von Hardenberg zu Hertenstein

wanderer

Nachdem die drei Wanderer in Sennhof dem Zug entstiegen waren, richteten sie ihre Schritte zur tosenden Töss und nahmen den sanften Weg hinauf, der altehrwürdigen Kyburg entgegen.

futtermais

Und plötzlich, unscheinbar, war sie da, die romantische blaue Blume am Wegesrand. Wer sie findet, erlangt Zugang zu verborgenen Schätzen.

blaueblume

Wie schrieb doch Novalis aka Georg Philipp Friedrich Leopold Freiherr von Hardenberg im achtzehnten Jahrhundert:

„Nichts ist romantischer, als was wir gewöhnlich Welt und Schicksal nennen. Wir leben in einem kolossalen Roman.“

zwerge

Und siehe da, beim Widderhüsli oberhalb der Leimenegg trafen sie auf Schneewittchen und die sieben Zwerge.

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Unter der Gedenktafel für den letzten wehrhaften Kyburger erfrischten sich die Wanderer und ihre Gedanken wandten sich weg von Hardenberg und hin zu Hertenstein, der 1825 in der Linde zu Kyburg geboren und 1888 in Bern als amtierender Vorsteher des Militärdepartements und Bundespräsident an den Folgen der Amputation eines Unterschenkels gestorben war.
Sie trösteten sich mit dem Novalis-Zitat:

„Wenn ein Geist stirbt, wird er Mensch. Wenn ein Mensch stirbt, wird er Geist.“

und machten sich an den Abstieg durch Feld und Wald und Wiese.

immais

Vorbei an süssen wilden Brombeeren, sauren wilden Zwetschgelein und durch reife, kultivierte Maisfelder fanden sie hinunter an die wildromantisch renaturierte Töss. Und nun zum letztes Mal Novalis:

„Wo gehen wir denn hin? Immer nach Hause.“

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